Futtertiere & Futterinsekten - Zophobas als Futtertiere für Reptilien

Zophobas - Futtertiere und Futterinsekten

Futtertiere - Futterinsekten Kurzinfo - Zophobas (Larven des Großen Schwarzkäfers)

Große Schwarzkäfer (Zophobas morio) sind Käfer aus der Familie der Schwarzkäfer. Die wissenschaftliche Bezeichnung für Schwarzkäfer (oft auch als Dunkelkäfer bezeichnet) lautet Tenebrionidae. Die Familie der Schwarzkäfer gehört zu den artenreichsten Käferfamilien und umfasst ca. 20.000 bislang entdeckte Arten, von denen in Europa rund 1.800 Arten vorkommen. Die Larven des Schwarzkäfers, die wir der Einfachheit halber nachfolgend als Zophobas bezeichnen möchten, werden von Laien gerne mit Mehlwürmern verwechselt, die als Futtertiere (Futterinsekten) ebenfalls sehr beliebt sind. Optisch sehen sich die Larven durchaus ähnlich, allerdings sind Zophobas deutlich größer als Mehlwürmer und sie bieten als Futtertiere (Futterinsekten) noch weitere Vorteile bei der Ernährung von Reptilien. Allerdings muss auch angemerkt werden, dass Zophobas als Futtertiere (Futterinsekten) nicht gerade Schlankmacher sind. Zophobas sind ausgesprochen fetthaltig und sollten nur gelegentlich als kleiner Snack gereicht werden. Bei Reptilien, die sehr viel Gewicht verloren haben oder die gerade eine energiezehrende Eiablage hinter sich gebracht haben, kann eine zwischenzeitliche "Mastkur" mit einer verstärkten Gabe von Zophobas als Futtertiere (Futterinsekten) durchaus ein gesundheitsförderndes Mittel sein.

Futtertiere - Futterinsekten - Detailinformationen über Zophobas (Larven des großen Schwarzkäfers)

Im Gegensatz zu den häufig als Futtertiere (Futterinsekten) verfütterten Mehlwürmern sind Zophobas "dicke Brummer". Die Schwarzkäferlarven erreichen im voll entwickelten Zustand eine Länge von ca. 5 cm, womit auch die laienhafte Bezeichnung "Riesenmehlwurm" erklärt werden kann. Zophobas und Mehlwürmer weisen zudem eine sehr ähnliche Färbung auf, allerdings sind Zophobas als Futtertiere (Futterinsekten) sehr viel gehaltvoller als Mehlwürmer. Beide Arten haben zwar einen überdurchschnittlich hohen Fettanteil, allerdings sind Zophobas für Reptilien und andere Insektenfresser deshalb eher zu empfehlen, weil ihr Chitinpanzer deutlich weicher ist. Zudem ist das Verhältnis von Chitin zur Körpermasse bei den Zophobas sehr viel geringer, was sie als Futtertiere (Futterinsekten) für Reptilien sehr viel leichter verdaulich macht. Die alte Terraristik-Mär, dass sich Zophobas sehr schnell verpuppen und schon bald zu richtigen Schwarzkäfern werden, kann hier nicht bestätigt werden. Richtig ist: Zophobas verpuppen sich, wenn sie vollständig ausgewachsen sind und Zophobas durchlaufen nach dem Verpuppen das Entwicklungsstadium zum Käfer sehr schnell und oft binnen kurzer Zeit (2-3 Wochen). Allerdings: Werden die Zophobas als Futtertiere (Futterinsekten) mit mehreren Larven zusammen gehalten, findet keine Verpuppung statt. Die Verpuppung der Zophobas wird nur dann eingeleitet, wenn die Futtertiere (Futterinsekten) alleine und isoliert von anderen Zophobas gehalten werden.

Zophobas als gesunde Futtertiere für Reptilien

Behält man diesen Fakt über Zophobas im Hinterkopf, sollte man vor Fehlern im Umgang mit diesen Futterinsekten bewahrt bleiben. Bei der Fütterung mit Zophobas sollte man einfach darauf achten, dass keines der Futtertiere (Futterinsekten) alleine im Terrarium verbleibt, bzw. dass sich keine der Zophobas Raupen selbstständig machen kann, um sich ein Versteck zu suchen. Auch wenn der Große Schwarzkäfer ein interessantes und eigentlich harmloses Insekt ist, sollte man es nicht darauf anlegen, ihn im Haus zu haben. Große Schwarzkäfer sondern - wie die meisten Arten des Schwarzkäfers - ein für den Menschen übelriechendes Sekret ab, das - kommt man damit in Berührung - nur schwer wieder loszuwerden ist. Dazu besitzen die Zophobas Käfer Drüsen am Hals, mit deren Hilfe sie das milchig aussehende Sekret produzieren, das dann bei Gefahr versprüht wird - eine Erfahrung, die man nicht unbedingt machen muss. Zudem sind Schwarzkäfer weder Exoten, noch sonderliche Schönheiten, womit wir bei der Verwendung der Zophobas Larven als Futtertiere (Futterinsekten) bleiben sollten.

Ein bei der Verwendung von Zophobas als Futtertiere (Futterinsekten) zu beachtender Fakt ist, dass die Larven der Futtertiere (Futterinsekten) durchaus sehr wehrhaft sind. Neben ihrer beachtlichen Größe ein weiteres Argument dafür, dass Zophobas nur an Reptilien zu verfüttern sind, die groß genug sind, um es mit den Zophobas aufzunehmen. Eine Unsitte, die auf mangelnde Kenntnisse bei der Fütterung von Reptilien zurückzuführen sein dürfte, ist das Füttern von Jungtieren (juvenile Bartagamem z.B.) mit Zophobas als Futterinsekten, um das Wachstum der Kleinen zu beschleunigen. Genau dafür sind Zophobas vollkommen ungeeignet. Zum einen nehmen die Jungtiere durch eine regelmäßige Fütterung mit Zophobas zu viel Fett auf, was ihrer gesunden Entwicklung entgegenläuft (Geben Sie Ihren Kinder regelmäßig einen Barren Kokosfett zum Frühstück?), zum anderen ist die Verletzungsgefahr für Jungtiere durch Zophobas als Futterinsekten nicht von der Hand zu weisen. Zophobas sind durchaus wehrhafte Raupen. Ihre mächtigen Beißwerkzeuge können unter schlechten Umständen Verletzungen bei Reptilien hervorrufen, wenn die Futtertiere (Futterinsekten) bei der Nahrungsaufnahme nicht zerbissen werden können. Dieses Risiko kann übrigens nur ausgeschaltet werden, wenn man den Kopf der Zophobas vorher entfernt - beispielweise mit einer Pinzette. Neben den Beißwerkzeugen, steht den Zophobas Larven noch ein weiteres Abwehrmittel zur Verfügung - ein Sekret, das die Futtertiere (Futterinsekten) bei Gefahr aus einer Drüse am After verspritzen.

Zophobas sind wertvolle Futtertiere für Reptilien

Wollen Sie Zophobas als Futtertiere (Futterinsekten) auf Vorrat halten, ist dies nicht sehr schwierig, da die Zophobas Larven nicht viele Ansprüche stellen. Zophobas morio oder - wie er nach einer neuen Übereinkunft heißt - Zophobas atratus stammt zwar ursprünglich aus Mittel- und Südamerika und wurde erst in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts nach Europa gebracht, allerdings haben sich die Zophobas als robust und anpassungsfähig erwiesen. Zwar gedeihen die Larven des Großen Schwarzkäfers bei höheren Temperaturen deutlich besser, aber gerade die Hemmung der Entwicklung bei normalen Zimmertemperaturen ist bei einer Vorratshaltung der Zophobas als Futtertiere (Futterinsekten) durchaus wünschenswert. Da die Weibchen der Großen Schwarzkäfer bei günstigen Bedingungen sehr viele Eier legen (bis zu 1.500 Eier im Laufe der ca. 1-jährigen Lebensspanne), lassen sich Zophobas als Futtertiere (Futterinsekten) recht einfach züchten und sind deshalb auch zu manierlichen Preisen zu erwerben. Denken Sie bei diesen beliebten Futtertiere (Futterinsekten) aber immer an die goldene Regel: Weniger ist mehr! Verfüttern Sie Zophobas nur gelegentlich.

Futtertiere - Futterinsekten: Tipps zu Zophobas (Larven des Großen Schwarzkäfers) als Futtertiere

- Unterbringung der Futtertiere: Zophobas sind als Futteriere (Futterinsekten) einigermaßen lange haltbar und sie können ohne große Probleme untergebracht werden. Eine Faunabox ist hier durchaus geeignet. Es ist bei den Zophoba Larven immer darauf zu achten, dass sie nicht alleine aufbewahrt werden dürfen - also immer mehrere Futteriere (Futterinsekten) in einer Box, da nur so dauerhaft das Verpuppen der Zophobas verhindert werden kann. Generell lieben Zophobas höherer Temperaturen, aber eine Haltung der Futteriere (Futterinsekten) bei Zimmertemperatur ist unproblematisch, zumal sich so ein zu schnelles Wachstum der Zophobas Larven bremsen lässt. Ein geeignetes Substrat zur Aufbewahrung von Zophobas ist Weizenkleie, die zum einen als Bodengrund empfohlen werden kann, andererseits ist sie ein gutes Futtermittel für die Futteriere (Futterinsekten). Ein Substrat für Zophobas muss in jedem Fall Feuchtigkeit aufnehmen können. Zudem sind die Boxen der Futtertiere (Futterinsekten) regelmäßig auf die Entwicklung von Schimmel zu überprüfen und gegebenenfalls zu reinigen. Bei geschlossenen Plastikboxen muss in jedem Fall die Luftzufuhr gesichert sein - es sollten also zumindest Luftlöcher im Deckel vorhanden sein, damit die Zophobas nicht ersticken.

- Ernährung der Futtertiere: Zophobas Raupen stellen wie erwähnt keine großen Ansprüche an ihre Nahrung. Verwenden Sie Weizenkleie als Substrat, so reicht dies zur Ernährung der Futtertiere (Futterinsekten) vollkommen aus. Nagerpellets erfüllen ihren Zweck ebenfalls und werden von den Zophobas gerne gefressen. Beachten Sie unbedingt, dass sie den Kot, den die Zophobas hinterlassen, aus den Boxen entfernen, denn dieser ist reich an Giftstoffen und sollte über die Fütterung mit den Zophobas nicht ins Terrarium geraten.

- Kaufen der Futtertiere: Zophobas Raupen sind sehr leicht zu züchten und aus diesem Grund auch im Fachhandel für Futtertiere (Futterinsekten) fast überall zu bekommen, wobei sie nicht besonders teuer sind, da Zophobas sich ganzjährig vermehren lassen. Gerade im Bereich der Terraristik sind Zophobas als Futtertiere (Futterinsekten) sehr stark gefragt, dem hohen Fettgehalt zum Trotz. Auch beim Kauf von Zophobas gilt, was für den Kauf für sonstige Futtertiere (Futterinsekten) gilt - achten Sie immer darauf, dass Sie gesunde und gut genährte Futtertiere (Futterinsekten) erhalten. Nur dann ist auch eine bedenkenlose Verfütterung an Reptilien und andere Insektenfresser mit gutem Gewissen möglich. Wenn Sie beim Zophobas online kaufen Geld sparen möchten, schauen Sie sich einfach bei dieser Bezugsquelle um. Hier erhalten Sie gesunde und vitale Zophobas zu guten Preisen.